Off the Mat.

Runter von der Matte - raus ins Leben!

Travel as often as you can!
Tulum
Tulum
Ibiza
Marrakech
Jordanien
Tel Aviv
Sardinia
Island
 
 
Auf Tuchfühlung durch den Nahen Osten.

Ein Kurztrip durch Israel und Jordanien. Mit spektakulären Aussichten und bewegenden Einsichten.

„Immer noch Tel Aviv?“ fragt mich der Grenzbeamte am Flughafen.
„Immer noch Tel Aviv“ sage ich - und uns wird klar: Diese Reise wird ein Test. Wir erklären Tel Aviv für eine Woche zu unserem Hauptquartier und starten von dort aus unsere Trips.
 
Schon bei Ankunft merken wir, wie ambitioniert diese junge Stadt ist. Das Tel Aviv zu einem Zentrum der High-Tech Industrie gewachsen ist sehen wir schnell. Leuchtende Hochhäuser funkeln dem Nachthimmel entgegen. Sehr geschäftstüchtig - nirgends auf der Welt werden derzeit mehr Start-Ups gegründet wie hier. Kein Wunder, denke ich. Da mit erfolgreichen Handelsbeziehungen zu den umliegenden Staaten vorerst nicht gerechnet werden kann, bietet das Internet jene Freiheit, mit dem größten Entwicklungspotenzial.

Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten. Am nächsten Morgen schlendern wir mit kurzen Shorts gelassen durch die Gassen. Street Art an jeder nur denkbaren Fläche – die Geisteshaltung von Tel Aviv will gesehen werden. Und auch sonst zeigt Frau hier gerne was sie hat. Die jungen Menschen sind sexy, aber nicht nackt. Mann ist offen, fast neugierig aber immer bestimmt. Auf dem belebten Carmel-Markt locken frische Früchte, reichlich Gewürze und unbekannte Süßwaren zum Dahinschmelzen ein. Doch außer der beschwingten Atmosphäre, können wir nicht viel mitnehmen. Travel light!
Schon in der darauffolgenden Nacht fahren wir mit einem Reiseveranstalter an die Grenze zu Jordanien. Eine kluge Entscheidung das Papier-Prozedere am Grenzübergang in professionelle Hände zu geben. Dafür zahlen wir drauf: Die Summe für die Grenzgebühr, Touristengebühr und Visumgebühr knallt derart ins Portemonnaie, wie die Sonne auf unsere Haut: 28°Grad um acht Uhr morgens. Ich schwitze. Die Stimmungslage der Grenzbeamten ist angespannt und bevor ich reagieren kann, macht mich der Guide auf meinen zu tiefen Ausschnitt aufmerksam. Das gelassene Tel Aviv liegt nun weit zurück und ich ziehe mein Hemd über. Nach etlichen wenig freundlichen Checkpoints auf israelischer und jordanischer Seite, dürfen wir die breite Grenze zu Fuß passieren. Endlich - noch nie war ich dem Osten so nahe wie jetzt.

Auf der Weiterfahrt nach Petra nimmt sich der Guide ausreichend Zeit uns Angst zu machen: „Bleibt in der Gruppe und geht mit niemanden mit!“ „Auch nicht mit den hübschen Jonny Depps! “ Erst vor drei Tagen sei ihm eine Frau verloren gegangen. Seit heute morgen erst weiß er; sie wollte auch verloren gehen. „Ein 5-Sterne-Treatment könne sie allerdings nicht erwarten“, so der Guide zynisch.

 

Viele aus der Gruppe haben sich ein Pali-Tuch um den Kopf gedreht. Aber nur in rot-weiss! Wer sich für eine andere Farbkombination wie schwarz-weiss oder schwarz-rot entschieden hätte, würde sich um Kopf und Kragen bringen. Der Weg durch die enge Schlucht zu dem wohl berühmtesten Felsengrab Khazne al-Firaun ist ein Naturhighlight. Meine Begeisterung mischt sich mit Sorge die Gruppe nicht zu verlieren.

Wenn dein Auge nicht verstehen kann was es sieht, stehst du mit großer Wahrscheinlichkeit vor einem Weltwunder.

Als Europäerin könnte man meinen, mit historischen Bauten vertraut zu sein, doch die komplexe Geschichte dieser Felsenstadt übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Die 38° Grad in der Mittagssonne tun ihr übriges und so entscheiden wir uns für den Rückweg aus der Schlucht für ein Kamel mit ordentlich Bommel dran. Langsam aber stetig zieht die Karawane die Schlucht hinauf und die Felsenstadt eröffnet sich in ihrer wahren Größe. Wir fühlen uns wie Indianer Jones in „Der letzte Kreuzzug“. Oben angekommen wartet ein jordanisches Buffet auf uns. Von Falafel, über Humus, Tabbouleh, Shish Kebab, Tahini und Mansaf ist alles dabei. Es schmeckt - und viel übrig bleibt nicht. Aber du mein Petra – bleibst in bemerkenswerter Erinnerung.

„Yalla yalla!“ – Auf geht’s ruft der Fahrer, denn es geht weiter. Weiter in die Wüste Wadi Rum. Und meine jordanischen Schmetterlinge im Bauch fangen jetzt richtig an zu flattern. Im Beduinen Camp ankommen ist die Sonne bereits untergegangen. Glücklich dem Nachthimmel noch drei Sternschnuppen zu entlocken, schlafen wir im Beduinen Zelt ein. Die dicke Wolldecke auf unserem Bett können wir erst so gegen vier Uhr in der Nacht richtig ernst nehmen. Wenig später klingelt der Wecker. Ich schlüpfe in mein rosa Kleid in der Hoffnung es wird mir und den Vorschriften dieses Landes gerecht. Unsere Jagd nach dem ersten Son- nenaufgang im nahen Osten beginnt. Es ist der Auftakt für eines der schönsten Stunden meines Lebens. Nach dem Frühstück fahren wir mit zwei Toyotas in die Tiefe Wadi Rums. Arabische Musik scheppert aus dem Radio und gibt einen heiteren Eindruck über das moderne Leben, der inzwischen sesshaft gewordenen Nomaden. Vorbei an schroffen Felswänden die weich in Sand gebettet sind, darf diese Fahrt nie enden. Doch wir stoppen. Ich springe in den roten Sand ab, der keine fünf Meter vor mir in komplett gelb wechselt.

Und fühle mich wie Alice: „Die haben uns in einem Bilderbuch ausgespuckt.“

In der Weite die immer bläulicher werdenden Felsformationen und dann – Kamele mit Jungtieren. Tief berührt von dieser Landschaft spüre ich wie sich meine Sehnsucht in Erfüllung verwandelt. Es gibt sie – diese Orte, die einem Ursprünglichkeit, Ruhe und Vertrauen schenken. Das sind jene Momente einer Reise,
an denen nicht nur dein Horizont wächst, sondern dein Herz gleich mit. „Hier will ich nicht mehr weg, sondern nur noch weiter“. Im Jubeltaumel fahren wir noch ein paar steile Dünenhänge hinab. An einem Höhleneingang machen wir Stopp und lassen uns vom Guide das dunkelrote Gesteinsmehl als Rouge auf die Wangen schmieren. Wirklich begeistert sind wir jedoch von der akkuraten Felswand, die mit 250 Metern Höhe in den knallblauen Himmel ragt. Wie verlockend mal das jordanische Echo zu testen! In drei, zwei, eins: „Bleib hier!“ rufen wir gegen die imposante Felswand. Unser Echo schallt zurück, was unsere Seele längst weiß. Ein Teil von ihr wird hier bleiben. Und unsere Sehnsucht ist gleichermaßen gestillt und gewachsen. Zeit zum Abschied zu nehmen.

Das erste Mal schlafen wir so richtig aus, hängen in Tel Aviv ab und tanken Kraft. Denn es geht weiter und gibt noch zu viel zu entdecken. Um zwei Uhr in der Nacht fährt uns ein Bus an das Tote Meer. Gerade noch rechtzeitig um den 450 Meter hohen Berg von Massada hinauf zu steigen. Die Sonne ist noch nicht mal aufgegangen und uns läuft der Schweiß. „Du schaffst das“! schrei ich, während ich Dank einer großen Blase an meiner Ferse selber zusehen muss, den steinigen Weg in Sandalen zu meistern. Wir sind kurz vor dem Fluchen und dann endlich oben. Der kleine Feuerball über dem Westjordanland geht auf und strahlt uns mit seiner geballten Kraft an. Uns kommen die Tränen – vor Glück und Erschöpfung. Die Beine zittern als wir absteigen. Glücklich uns im nahegelegenen En Gedi Naturreservat eine Abkühlung zu verschaffen, fahren wir mit dem Bus weiter zu einer Badestelle am Toten Meer.

Und kaum ist man drin ist man schon halb wieder draußen.

Das Wasser trägt unsere Körper wie ein warmes Bett. Zeitung lesen? Problemlos - und vielleicht auch die einzig sinnvolle Beschäftigung. Denn Brustschwimmen ist aufgrund des hohen Salzgehaltes wirklich nicht möglich. Wir schmieren unsere Haut noch mit heilsamen Schlamm ein, hoffen auf ewige Jugend und einen erholsamen Schlaf auf dem Rückweg nach Tel Aviv.

Der Blick in den Spiegel am nächsten Morgen läßt keine wirkliche Besserung verlauten. „Die Augen- ringe jedoch, haben wir uns hart erarbeitet“ lachen wir! Kein Pardon also. Und schmieden den nächsten Plan: „Jerusalem machen wir auf eigene Faust“. Nach dem Frühstück löchern wir unsere Rezeptionistin: Wann fährt welcher Bus wo genau ab und wo müssen wir hin? Und merken schnell wie deutsch wir sind. „Yekkies“! sagt sie und lacht: „So bezeichnen wir die deutschsprachigen Juden, die großen Wert auf Genauigkeit und Pünktlichkeit legen. „Ja richtig so!“, sag ́ ich. An der Busstation von Tel Aviv werden wir auf die Prüfung gestellt: In der Wartschlange zum Einstieg reiht sich ein Zivilist mit Maschinen- gewehr ein. Allein der Anblick löst bei uns ein derartiges Beklemmungsgefühl aus, das wir umkehren möchten. War es wert die Kinder zurück zu lassen, nur um sich eine eigene Meinung zu bilden? Wir beobachten die Mitreisenden und ringen um richtig oder falsch. Aber Jerusalem ist ein Muss.

Angst tötet mehr Träume, als Scheitern je könnte. Doch so ein Maschinengewehr kann endgültig sein.

Der Mann mit dem Maschinengewehr steigt tatsächlich vor uns in den Bus ein. Wir verhalten uns wie dumme Schafe, steigen dazu und bleiben nur ruhig, weil alle ruhig bleiben. Alle „Was ist wenn?“ - Sze- narien laufen unaufhaltsam durch den Kopf. Unsere Anspannung lässt erst nach, als wir uns durch die mit Souvenirs überladenen Gassen der Altstadt navigieren. Unser Ziel: Die Klagemauer. Nochmal Pippi vorher – und wieder ne Wumme: Zwei Soldatinnen mit Maschinengewehren halten Wache auf der Toilette und ich denke:

„Im freien pinkeln hat gerade eine ganz neue Dimension dazu gewonnen.“

Als wir fertig sind tippt uns eine Frau auf unsere freizügigen Schultern. Wir bekommen ein Tuch zum Bedecken. “Ob es erlaubt ist Fotos zu machen?“, frage ich. Sie guckt mich an und sagt: „Ja. Und Nein“. Hier muss eben jeder selbst wissen, wo seine Grenze liegt - und noch besser, wo die des Anderen liegt. Denn hier treffen die drei größten Weltreligionen aufeinander: Orthodoxe Juden, Christen und Men- schen islamischen Glaubens. Ein Mindset-Cocktail par excellence. Wir trauen uns näher. Stecken Oh- ropax in unsere Ohren, um den Geräuschpegel der vielen Menschen zum Schweigen zu bringen. Und dann passiert es: Die Energie der Klagemauer überwältigt uns. Und dann rollen sie nur noch – unsere Tränen. Wir können es nicht fassen wie viel Leid entsteht, weil manche eben anders glauben als andere. Ein Ort der seinem Namen alle Ehre macht und uns zeigt: Die schlimmsten Mauern sind die im eige- nen Kopf. Zurück in Tel Aviv werden wir vom Taxifahrer geerdet: „Angst?“, sagt er „Muss man nicht haben. Jerusalem ist die sicherste Stadt der Welt – überall Maschinengewehre.

Am letzten Tag geben wir uns der Leichtigkeit von Tel Aviv hin. Das Interessanteste an dieser jungen Stadt sind die Menschen. Ob Mann oder Frau - ein Blick geht tiefer in die Augen, als anderswo. Man will wissen, mit wem man es zu tun hat. Es wird geflirtet, posiert, geplaudert und gefeiert. Wir werden genauso oft auf hebräisch angesprochen, wie nach unserer Herkunft gefragt. In der Neugierde dem anderen gegenüber liegt eine Selbstverständlichkeit, die das friedliche Miteinander dieser multi- kulturellen Gesellschaft auch abverlangt. Wer dem anderen Raum läßt, verschafft sich somit seinen eigenen. Und das ist auch notwendig. Denn der kulturelle und religiöse Hintergrund eines Einzelnen ist hier im Durchschnitt so vielschichtig, wie meine Ahnentafel in hundert Jahren nicht sein wird. Wirklich entscheidend ist, was jeder selbst draus macht.

 



Marrakech schafft, was andere Städte nicht können. Sie läßt dich von Kopf bis Fuß spüren, wie LEBENDIG du bist. Alle deine SINNE werden berührt. Die GERÜCHE dringen unangekündigt in deine Nase, die GERÄUSCHE laufen wie eine zweiter Tonspur im Ohr und deine Augen versuchen dir in dem GEWUSEL deinen Weg zu bahnen. Mopets, Autos, Busse und Pferdekutschen von allen Seiten. Es duftet, stinkt, klingelt, klackert, hupt. Ein ORIENTALISCHES STADTORCHESTER, dass seinesgleichen sucht.

Düfte wechseln im Sekundentakt: Grillkohle, angebrannter Fisch, Benzin, Abgase, dann eine Wolke aus Kurkuma, Curry, Kreuzkümmel, Kardamon ... dann Argan ... wo kam das denn her? ... egal, du musst einer Horde vermummter Frauen Platz machen ... bunte Kerzen, Taschen, Quasten ... und ich darf nicht stehen bleiben.

Über dem Djemaa el Fna eine Schaar Zauben und von allen Seiten:
"Bon jour Madame ... Vous voulez ... No merci beaucoup" als Dauerdialog. "Allahu Akbar" schmettert es durch den kratzigen Lautsprecher der La Koutoubia in alle Richtungen. "Gott ist groß", aber du mein Marrakesch - bist noch größer - und ich mitten drin.
À bien tôt é inshallah!

À la prochaine MARRAKECH!
Ich brauche:

1 Tag um ANZUKOMMEN,

2 Tage um mich zu VERLIEBEN,

3 Tage um es zu VERFLUCHEN

und ein ganzes Leben, um immer WIEDER ZU KOMMEN.

 
Trauen Sie niemals schlanken Italienerinnen

Scusa!

Sardinien ist zu groß für ein Generalurteil - und abgesehen davon, gehört es ja auch nicht zu Italien.

Ba bene! Man sollte nur wissen, wie man es zu nehmen hat - und vorallem wann. Für den jetzigen Oktober ist der Juno Filter von Insta nötig. Das Türkis des Meeres erhebt sich eben auch nur, wenn das Himmelblau von oben mitspielt. Doch im Juni spielen hier womöglich Faktoren mit, die ich auch nicht brauche: Hitze, Masse, Gedränge - dann kann Sardegna, „die Endlose“ garnicht groß genug sein.

Ob ich wiederkomme? Nö, erstmal nicht. Auch wenn die Vielfalt der Natur die anderen Mittelmeerinseln in den Schatten stellt: Von Traumstränden bis zu imposanten Bergmassiven: Hiking, Kajaken, Climbing, Diving, Surfing, die vielen Tiere und das ganze Essen natürlich ... und dennoch: Ibiza, du fehlst mir. Nicht das es hier an Hippies mangelt, nein! Aber die Italiener sind hier unerwartet regelkonform. „Oben-Ohne“ ist einfach nicht drin! Das Land ist katholisch und Maria versteckt sich hinter jedem Supermarktregal...direkt neben Barilla ... die übrigens schwer verantwortlich für meine überflüssigen Pfunde sind. Die machen mich nicht kurvenreich, sondern lassen mich aus der Form fallen.

Trauen Sie niemals schlanken Italienerinnen - scusa - es sind nicht die Echten!

 
Hashtag Tulum

Das Instagram Dorf Tulum Beach ist Meister der Selbstvermarktung. Ich kenne keinen Ort, der sich mit so zahlreichen Bars, Clubs und Hotels und entsprechendem Hashtag präsentiert. Gefühlt prangert neben jeder Schaukel der Hashtag, mit der Du Dein Foto auf Instagram katapultieren darfst. So schafft das Dorf locker 2 Millionen Besucher im Jahr zu verzeichnen und ich war eine davon, bei der diese Marketing Kampagne „gezogen“ hat.

 

Und tatsächlich ist es hier wie im Bilderbuch. Der weiße Sand ist so weich wie Mehl und schon morgens angenehm warm. Die türkisfarbenen Wellen sehen aus als hätte jemand Blue Curaçao hinzugefügt. Und die vielen Palmen wachsen gesund, grün und ganz dicht an den Strand heran. Ganz Tulum Beach ist eigentlich eine Schneise durch den Dschungel. Die Palmen neigen sich über der einzigen Straße so zueinander hin, das sich ein Tunnel aus karibischen Immergrün bildet. In manchen Shops ist der Boden aus Sand beibehalten oder - die Böden wurden um die Stämme herum betoniert, sodass die Palmen durch das Dach weiter wachsen können. Wundervoll. Ich liebe nichts mehr wenn es Architektur gelingt, die Natur zu integrieren. So fühlst Du Dich mit der Natur unentwegt verbunden. Von dem morgentlichen Vogelgezwitscher und dem ständigen Wind mal ganz abgesehen. Wenn am Abend die Mosquitos kommen, kommt das Copal zum Einsatz. Ein Baumharz, der angezündet und durch seinen qualmig intensiven Rauch, den Insekten auf natürliche Weise ihr Spiel austreibt.

 

Wer noch tiefer in die Kultur der Mayas einsteigen möchte, nimmt an einer Cacao Zeremonie teil. Eine uralte schamanische Tradition zum Öffnen des Herzens - und natürlich vieles mehr. Auch das jahrtausend alte Temazcal Ritual wird hier angeboten und dient der Reinigung des Körpers. Eine „Holistic“ Massage gepaart aus Methoden wie Lomi Lomi, Swedish, Thai und Aroma, war die bisher Beste meines Lebens.


Es scheint also, das der Oberflächlichkeit dieser Hashtag-Hauptstadt ausreichend Wege zum Innehalten entgegen gebracht werden. Ein Fleckchen Erde für die ewig Suchenden und Schöngeister.

 
THE SPIRIT OF IBIZA 

Eine kleine Insel mit wahrer Größe.

Sie kommen aus aller Welt:

Die Echtzeit-Hippies,

die Instagram-Blogger,

die Wahrheitssuchenden,

die Rebellen und Freiheitsliebenden.

Jeder findet seinen Weg nach Ibiza - ob dauerhaft barfüßig, in rebellischen Boots oder auf ambitionierten Plateau Pumps. So unterschiedlich das Schuhwerk sind auch Look und Lifestyle. Aus Überzeugung grenzt sich der Hippie vom Hipster und der Rocker von der Dragqueen ab - Normalerweise!

 

Doch wer Ibiza in seiner Tiefe erlebt, wird um eine fundamentale Lebenseinstellung bereichert: Wer aufhört über andere zu urteilen, ist frei! Selbst wenn uns ein Urteil über andere für einen kurzen Moment Trost schenkt ganz in Ordnung zu sein - so lenkt es uns doch nur von unserem nagenden Zweifel ab, selber vielleicht doch nicht so perfekt zu sein. Wer urteilt, urteilt in Wahrheit über ein Schatten seiner Selbst, den wir verleugnen. So trennen wir uns als mitfühlendes Wesen nicht nur von anderen, sondern auch von uns selbst.

Zeit also, das bunte Ibiza-Credo von Love, Peace and Happiness aus der Klischeekiste zu nehmen und es mit der Toleranz mal grundlegend ernst zu meinen. Denn jeder kann von jedem lernen.

 

Die 68er Bewegung feiert in diesem Jahr 2018 sein 50. Jubiläum. Doch was ist von dem wilden Zauber, der Rebellion und der Kritik am Kapitalismus übrig geblieben? Nicht viel könnte man meinen, wenn Despoten wie Trump und Erdoğan mit radikaler Intoleranz Geschichte schreiben. Aber das Erbe der 68er Bewegung ist tiefer in unser Gesellschaft manifestiert, als wir denken. Mit der Liberalisierung der Republik, der Frauenemanzipation, der Ökologie- und Anti-Atombewegung, der Friedensbewegung, der freieren Sexualmoral und der umfassende Demokratisierung der Gesellschaft war und ist die 68er Bewegung der nachhaltigste Umbruch der Gesellschaft seit 1945. Trotz Kommerzialisierung ist Ibiza ein Ort, an dem von diesem Umbruch noch am meisten zu spüren ist.

 

Wer dieses Freiheitsgefühl erleben möchte, sollte nach Ibiza kommen. Sich erleben, sich zeigen, sich exponieren, tanzen und singen. Ganz egal ob du am Strand von Sa Trinxa den „Free the Nipple“- Appel genießt. Ob du and der Cala Nova splitternackt mit einem Hula Hoop jonglierst. Ob du dich in der Bucht von Benirrás den sphärischen Drums der Hippies hingibst. Ob du im Bagatelle Beach Club zu House Beats auf den Stühlen tanzt. Ob du in Plateau Pumps über das Kopfsteinpflaster der Altstadt balancierst. Es gibt viele Wege - jeder geht seinen eigenen und darf die kostbare Freiheit geniessen, dies ohne Urteil zu tun.

Ein Besuch auf den Hippie Märkten wie Las Dalias oder Punta Arabi macht die Sehnsucht nach einer toleranteren Welt deutlich. In Massen strömen sie aus aller Welt ein, um den Relikten vergangener Zeiten habhaft zu werden. Wer Gefallen an stoffgewaltigen Tuniken, farbenprächtigen Accessoires im Boho Style oder extravagantem Schmuck hat, wird sicher fündig. Wer verstanden hat, dass das Tauschgeschäft zwischen Geben und Nehmen, Leben und Leben lassen nicht nur auf dem Hippie Märkten verhaftet ist, sondern gelebt werden möchte nimmt eine gesunde Portion Offenheit, Nächstenliebe und Lebensfreude mit nach Hause.

Ganz egal wo, kann der Spirit von Ibiza weitergelebt werden. Die Freiheit das zu tun, entsteht im Kopf. Das macht diese kleine Insel zu etwas ganz Großem und zu eines der wundervollsten Orten dieser Erde. Spätestens beim Sonnenuntergang, ob am Experimental Beach oder im Sunset Ashram - wenn alle mit jubelndem Applaus der Sonne für diesen Tag danken, sollte jeder spüren wie die Seele schwingt: Wir sind alle Kinder der gleichen Sonne.

 
 
ALL IS FULL OF LOVE ON ICELAND.

Wenn aus Suchen Finden wird.

Unterhalten sich zwei Planeten:

Sagt der Eine „Ich hab Homo Sapiens“, sagt der Andere „Hatte ich auch - das geht vorbei.“

Island verführt in größeren Dimensionen zu denken.

Mutter Natur ist verletzbar.

Die Epoche Menschheit jedoch, irgendwann Geschichte.

Das Erleben der unberechenbaren Natur auf Island berührt Dein Herz und verpaßt Dir gleichzeitig eine Ohrfeige.

Es ist alles da und wir machen alles kaputt - und damit uns selbst.

Besondere Orte stillen eben Deine Sehnsucht nicht.

Sie lassen sie wachsen - und das Herz wächst mit.

 

Björk hat das damals schon gesungen:

 

 

ALL IS FULL OF LOVE

You'll be given love

You'll be taken care of

You have to trust it

 

Maybe not from the sources

You have poured yours

Maybe not from the directions

You are staring at

 

Twist your head around

It's all around you

All is full of love

All around you

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